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Chaos durch Gewittersturm TRIER Ein Unwetter mit Orkanböen fegte am Sonntagnachmittag über Trier und den Landkreis Trier-Saarburg. Die Bilanz: Beschädigte Dächer, umgestürzte Bäume und Stromausfälle. Pechschwarze Wolken, die sich am Nachmittag über der Eifel, dem Hunsrück und dem Moseltal auftürmten, ließen nichts Gutes erahnen. In Trier begann der erste "Gewitter-Durchgang" gegen 16 Uhr mit heftigen Schauern und Orkanböen. Er dauerte etwa 20 Minuten. Anschließend beruhigte sich die Lage schlagartig, die Sonne brannte wieder vom Himmel und ließ die nassen Straßen fast in Minutenschnelle trocknen. Allein im Kreis 600 Wehrleute im Einsatz Die zweite "Ladung" mit Sturm und Regen traf gegen 17 Uhr ein. Dieses Unwetter übertraf seinen Vorgänger sogar noch an Stärke und Dauer. Nach Angaben des deutschen Wetterdienstes in Offenbach erreichte die Windgeschwindigkeit in Trier bis zu 87 km/h. Allein in der Stadt Trier musste die Feuerwehr zehnmal umgestürzte Bäume beseitigen. Auf dem Weißhaus-Parkplatz wurde ein abgestellter PKW von einem Baum getroffen und beschädigt. Nach Angaben von Kreisfeuerwehr-Inspekteur Ortwin Neuschwander waren am späten Sonntagnachmittag insgesamt 35 Feuerwehren mit rund 600 Kräften im Kreis Trier-Saarburg wegen so genannter technischer Hilfeleistungen im Einsatz. Die Schäden erstreckten sich über alle Verbandsgemeinden des Kreises: Im Hochwald stürzten in Hermeskeil, Bescheid und Reinsfeld Bäume um. Außerdem wurde in Reinsfeld ein Dach abgedeckt. In Hermeskeil-Höfchen mussten vollgelaufene Keller leergepumpt werden. Auch in Kell flog ein Dach davon, und es kam zu Stromausfällen. Mit Überschwemmungen und umgestürzten Bäumen hatten die Feuerwehren auch in Schillingen, Waldweiler und Mandern zu kämpfen. In der Verbandsgemeinde Ruwer mussten in Waldrach und Farschweiler umgestürzte Bäume beseitigt werden. In Farschweiler wurden außerdem Straßen überspült. Einige Orte entlang der Obermosel waren von Stromausfällen betroffen. Umgestürzte Bäume gab es in Konz-Könen, Tawern, Nittel und Pellingen. In der Verbandsgemeinde Saarburg stürzten in Wincheringen und Ayl-Biebelhausen Bäume auf die Straßen. In der Verbandsgemeinde Schweich meldete Fell stellenweise "Land unter". Besonders heftig schlug das Wetter aber in der Verbandsgemeinde Trier-Land zu: Umgestürzte Bäume gab es in Ralingen, Butzweiler, Welschbillig, Kordel, Zemmer, Edingen, Beßlich und Rodt. In Butzweiler wurde außerdem ein Dach abgedeckt, und es kam dort wie in Welschbillig zu Stromausfällen. Die nun voll im Laub stehenden Bäume bieten dem Sturm eine erheblich höhere Angriffsfläche als dies im Winter der Fall ist. Dadurch können selbst kerngesunde Gewächse den Gewitterböen zum Opfer fallen. Fatal ist es, wenn sich der fallende Baum auch noch an eine der verhältnismäßig niedrig hängenden Mittelspannungs-Leitungen "anlehnt" und einen Kurzschluss auslöst. Ein Stromausfall in den angeschlossenen Versorgungsgebieten ist die Folge. Über die Höhe des Sachschadens in Trier und im Kreis Trier-Saarburg gibt es noch keine verlässlichen Angaben. Auch über Schäden als Folge der Stromausfälle ist nichts bekannt. Nach Angaben des RWE in Trier konnten die meisten Störungen in verhältnismäßig kurzer Zeit behoben werden. Einige Stromkunden in Welschbillig und an der Obermosel mussten jedoch bis zu 90 Minuten warten, bis ihnen wieder ein (elektrisches) Licht leuchtete. |